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Die Leptospirose wird auch als Stuttgarter Hundeseuche oder Weil’sche Krankheit bezeichnet. Für diese Erkrankung sind Leptospiren verantwortlich, die zu den Bakterien gehören.
Die Ansteckung erfolgt über den Harn infizierter Tiere wie Hunde, Mäuse und Ratten sowie durch verunreinigte Gewässer (Teiche, Gräben, Tümpel). Zu Beginn der Erkrankung werden Müdigkeit und oft ein Schwächezustand in den Hinterbeinen beobachtet, der das Springen und Treppensteigen mühsam macht. Nach diesen anfänglichen Erscheinungen zeigen sich Nierenentzündungen, Störungen des Magen-Darmbereiches mit Erbrechen und Durchfall sowie andere Merkmale. Die Leptospirose löst auch eine Gelbsucht aus, die immer einen schweren Verlauf nimmt.
Verschiedene Arten von Leptospiren sind auch auf den Menschen übertragbar (Zoonose)! Eine Schutzimpfung ist daher gegen die Leptospirose äußerst ratsam, um auch den Menschen zu schützen.
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Wie breitet sich die Leptospirose aus? Wer kann daran erkranken?
Leptospiren sind kleine fadenförmige, gewundene Bakterien (Schraubenbakterien), die sich aktiv fortbewegen können. Sie sind so in der Lage, sich in dem Körper, den sie befallen haben, auszubreiten. Bei vielen Tierarten und auch beim Menschen kommt die Leptospirose vor. Die Infektionen beim Menschen treten vor allem in feucht-warmen Gebieten auf, v.a. bei Personen, die viel mit Wasser zu tun haben.
Die Leptospiren, von denen es viele verschiedene für den Hund infektionsfähige Typen (so genannte Serovare) gibt, werden mit dem Harn ausgeschieden und gelangen über die Schleimhäute (Auge, Maul) sowie über Hautläsionen in den Organismus. So ist eine direkte Infektion möglich bei der Paarung, über den Mutterkuchen (Plazenta) und durch Bissverletzungen. Auch indirekt kann sich ein Hund infizieren, wenn er Kontakt mit kontaminierter Erde, Futter oder Schlafplätzen hat. Am häufigsten findet aber die Übertragung über kontaminiertes Gewässer (Pfützen!) statt.
Über den Harn infizierter Tiere (Hunde, Ratten etc.) gelangen die Leptospiren wieder in die Umwelt. Deshalb sollte der Besitzer den Kontakt mit Harn und Blut bei Hunden mit Leptospirose vermeiden.
Sobald das Bakterium einen Organismus neu befallen hat, vermehrt es sich innerhalb eines Tages und befällt zahlreiche Organe: zunächst die Nieren und die Leber, dann auch die Milz, das Zentralnervensystem, die Augen und den Geschlechtsapparat.
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Wie äußert sich eine Leptospirose-Erkrankung?
Hunde unter 6 Monaten erkranken am schwersten. Die Hauptsymptome sind Organschäden durch Leber- und Nierenfunktionsstörungen sowie Gerinnungsstörungen mit vermehrter Blutungsneigung. Der Besitzer bemerkt Fressunlust, Erbrechen und Fieber. Später kommen Mattigkeit, erschwerte Atmung, Gewebedefekte der Maulschleimhaut, Muskelzittern und blutiger Stuhl hinzu.
Die Nierenschädigung zeigt sich in häufigem Harnabsatz in kleinen Mengen. Kommt es zu einem Nierenversagen, stirbt der Hund. Wenn die Leptospiren ins Gehirn gelangen, kommt es zu einer Hirnhautentzündung, die jedoch weniger häufig auftritt als beim Menschen.
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Kann die Leptospirose behandelt werden? Wie kann ich vorbeugen?
Trotz der sofortigen Gabe eines geeigneten Antibiotikums kann das Bakterium nicht gänzlich aus dem Körper eliminiert werden. So kann eine Dauerausscheidung der Leptospiren nicht immer verhindert werden.
Um den Hund im Vorfeld vor einer Leptospiren-Infektion zu schützen, sollte man v.a. in Hundezwingern eine Ratten- und Mäusebekämpfung vornehmen, um mögliche Überträgertiere zu vernichten. Des Weiteren sind Schutzimpfungen unumgänglich. Nach einer Grundimmunisierung zweimal im Abstand von drei bis vier Wochen ist eine jährliche Impfung durchzuführen.
Im Impfpass Ihres Hundes erkennen Sie diese Impfkomponente am L auf dem Aufkleber im entsprechenden Impfstofffeld.
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