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Die Bezeichnung „Katzenschnupfen” ist im Grunde irreführend, denn meist handelt es sich bei dieser Infektionskrankheit um keinen harmlosen Schnupfen, sondern um eine schwerwiegende, manchmal sogar lebensbedrohliche Infektion, die den oberen Atmungstrakt betrifft.
Es handelt sich um einen Sammelbegriff („Katzenschnupfenkomplex“) für mehrere ansteckende Krankheiten, die die Schleimhäute des Kopfes betreffen.
Katzenschnupfen wird in der Hauptsache durch drei Erreger hervorgerufen:
- Die Haupterregertypen sind
- vor allem die Caliciviren (FCV)
- die Herpes-/Rhinotracheitisviren (FHV)
(ca. 5-10% der Fälle)
- die Chlamydien C. felis
- Begleiterreger sind
- Bordetellen ( B. bronchiseptica)
- Mykoplasmen
Mit einer Impfung können Sie Ihren Vierbeiner vor dieser Erkrankung schützen.
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Wie wird der Katzenschnupfen übertragen?
Welche Symptome zeigen sich?
Kranke Tiere scheiden die Schnupfenerreger hauptsächlich über Nase, Augen und mit dem Speichel aus. Das gilt auch für genesene, äußerlich gesund erscheinende Tiere, die oft lebenslang infiziert und potenzielle Ausscheider sind. Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt, Erreger können aber auch indirekt durch Gegenstände, durch Futtermittel oder den Menschen eingeschleppt werden.
Stress (Ausstellungen, Wohnungswechsel etc.) begünstigen die Infektion. Die Inkubationszeit, also das Auftreten zwischen Ansteckung und ersten Symptomen, von 1 bis 4 Tagen ist sehr kurz. Faktoren, die bei Katzen zur Verminderung der Widerstandsfähigkeit führen, spielen beim Krankheitsausbruch oftmals eine bedeutende Rolle. Die Tiere bekommen Fieber bis zu 40°C, niesen häufig, haben verklebte Augen und Nasenlöcher mit wässrigem, später eitrigem Ausfluss. Bei dem Versuch, sich den Gesichtsbereich zu säubern, verschmieren sie die Sekrete im Fell (Brust, Pfoten). Speichelfluss, Abgeschlagenheit und Futterverweigerung sowie Geschwüre in der Mundhöhle und an der Hornhaut des Auges werden gleichfalls beobachtet. Bakterielle Sekundärinfektionen verschlimmern das Krankheitsbild noch.
Selbst wenn eine Genesung erfolgt, bleiben häufig Spätschäden (Erblindung durch Verwachsungen im Lidbereich, Schweratmigkeit nach Gewebszerstörung der Nasenmuscheln u.a.) zurück.

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Was sollte man über die Calicivirus-Infektion wissen?
Das Feline Calicivirus (FCV) ist der Haupterreger des gefürchteten Katzenschnupfens und ist zu ca. 60% in der Katzenpopulation verbreitet. Das Virus verändert sich im Feld ständig - ähnlich wie das Grippevirus des Menschen - so dass eine Anpassung der Calici-Impfstoffe an die jetzigen Calici-Stämme dringend notwendig war. Die Calici-Infektion löst eine systemische, das heißt den ganzen Organismus betreffende Infektion aus.
Ist eine Katze erst einmal infiziert, kann sie das Virus kontinuierlich über Monate bis Wochen ausscheiden. Neben Symptomen den Atmungsapparat betreffend kann es auch zu Gelenkentzündungen und chronischen Maulschleimhautentzündungen kommen.
Aus den USA wird von besonders aggressiven Calici-Erregern berichtet, die neben Veränderungen des Blutbilds vor allem hohes Fieber, Hautschäden an Ohren und Pfoten und Gelbsucht verursachen.
Auch in Großbritannien und Deutschland wurden diese Erregertypen schon beobachtet. Neuerdings steht ein Calici-Impfstoff mit neuen Calici-Stämmen zur Verfügung, die die Schutzwirkung gegen die derzeit vorkommenden Calici-Erreger deutlich erhöhen.
Denn bisherige Calici-Impfstoffe enthielten Stämme aus den 60er Jahren, die nur noch geringe Wirkung zeigten.
Eine Anpassung des Calici-Impfstoffes war daher dringend notwendig.
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Was ist zu den Herpesviren zu sagen?
Das Feline Herpesvirus Type 1 (FHV1) verursacht im Gegensatz zu den Caliciviren eine lokale Infektion, da der Erreger die im Verhältnis zum Körperinneren kühleren Temperaturen der Augen- und Maulschleimhäute bevorzugt.
Bei der ausgelösten Felinen Rhinotracheitis handelt es sich um eine persistierende Infektion, d.h. die Viren sind lebenslang im Körper vorhanden und können trotz Behandlungsansätze nicht beseitigt werden.
Das Herpesvirus kann schubweise über Wochen oder Monate, oft auch unerkannt, ausgeschieden werden.
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Welche Besonderheiten hat die Chlamydien-Infektion?
Am anfälligsten für eine Chlamydien-Infektion sind Katzen mit einem Alter zwischen 2 und 12 Monaten. Chlamydien (Chlamydophila felis) sind Bakterien, die bevorzugt die Schleimhäute im Kopfbereich besiedeln. Infolgedessen treten vor allem Entzündungen der Augenbindehaut (typischerweise einseitig), aber auch von Nase und Rachen auf. Die infizierte Katze zeigt eine Schwellung und Rötung der Bindehaut sowie ein starkes Zusammenkneifen der Augenlider. Ein oft eitriger Augenausfluss kommt hinzu. Eine Schädigung der Hornhaut ist selten, wird meist im gegebenen Fall durch eine Mischinfektion mit dem Felinen Herpesvirus-1 und anderen Bakterien hervorgerufen. Das Allgemeinbefinden inklusive Appetit bleiben weitgehend ungestört.
Die Übertragung erfolgt durch engen Kontakt. Zucht- und Ausstellungskatzen sowie Katzen, die während des Urlaubs in Tierpensionen gegeben werden, sind besonders gefährdet. Während des Geburtsvorgangs können die Erreger auch auf den Nachwuchs übertragen werden.
Chlamydien der Katze können nachweislich auch zu Infektionen beim Menschen führen.
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Was macht den neuen MERIAL-Katzenschnupfen-Impfstoff so besonders?
Ein Impfstoff mit erweitertem Schutz gegen Katzenschnupfen steht jetzt zur Verfügung.
Er enthält neben neuen Calici-Stämmen auch eine neue Chlamydia-Komponente. Der Schutz gegen Katzenschnupfen wird so deutlich erhöht. Darüber hinaus ist dieser Impfstoff besonders gewebeverträglich, da er auf die so genannten Adjuvantien (Begleitstoffe) verzichtet und so eine besonders schonende Impfung möglich macht. Dies ist gerade bei Katzen von besonderer Bedeutung.
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