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Frontline FAQ

Tollwut bei der Katze

Die Tollwut, im englischsprachigen Raum als ‚rabies’ bezeichnet, ist eine in der Regel tödlich verlaufende Virusinfektion, für die auch der Mensch empfänglich ist (Zoonose).
In Deutschland geht die Infektionskette vom Fuchs aus, der die Tollwut auf seine Artgenossen, andere Wildtiere, Haustiere und den Menschen überträgt.
Infizierte Haustiere sind wiederum eine besonders gefährliche Ansteckungsquelle für Kontaktpersonen.

Die Ansteckung erfolgt durch Biss eines tollwütigen Tieres oder über kleine Hautverletzungen. Dabei dringt virushaltiger Speichel ein. Nach der Ansteckung siedelt sich das Virus im Gehirn an und verursacht dann die Tollwut-typischen Symptome, wie z. B. Verhaltensstörungen, Unruhe, Scheu, Schreckhaftigkeit und Speichelfluss.

Es kann zu Angriffen selbst auf vertraute Personen kommen (Beißwut).
Der Tod tritt unter zunehmender Lähmung meist nach wenigen Tagen ein.

Einen Impfung schützt Ihre Katze und damit auch Sie!

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Was versteht man unter der Tollwut-Infektionskette?

Die Infektionskette der Tollwut geht in Deutschland vom Rotfuchs aus. In Osteuropa ist zusätzlich der Marderhund der Hauptüberträger. Er steckt seine eigenen Artgenossen, andere Wildtiere und Haustiere an. Der Mensch kann das Endglied der Ansteckungskette sein.

Infizieren können sich grundsätzlich alle warmblütigen Säugetiere sowie Vögel. Dabei ist die Empfänglichkeit durchaus unterschiedlich. Die Katze gilt im Vergleich zum Hund als hochempfänglich.

Der Mensch ist durch seine Haustiere gefährdet, sofern diese Tiere nicht selbst durch Impfungen geschützt sind. Nicht nur in Waldgebieten oder auf dem offenen Land (Viehweiden) tritt die Tollwut auf. Tollwütige Wildtiere zeigen keine Scheu mehr vor Menschen und deren Ansiedlungen und kommen so in deren unmittelbare Nähe. In den letzten Jahren ist v.a. die Tollwut von Fledermäusen von steigender Bedeutung als Infektionsgefahr für Mensch und Tier.

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Was passiert, wenn meine Katze oder ich selbst von einem tollwutinfizierten Tier gebissen werde?

Die Ansteckung erfolgt durch Biss eines tollwütigen Tieres, wobei virushaltiger Speichel in die Bisswunde eindringt. Eine Ansteckung mit infektiösem Speichel ist auch über andere, kleinste Verletzungen und sogar Schleimhäute (Auge, Mund) möglich. Nach der Ansteckung gelangt das Virus über die Nervenbahnen ins Gehirn. Hier kommt es zu einer massiven Virusvermehrung. Nach anschließender Ausbreitung entlang der Nervenbahnen gelangen die Viren wieder in die Körperperipherie. Unter anderem gelangt das Virus über die Speicheldrüsen in den Speichel – was schon 5-10 Tage vor dem eigentlichen Ausbruch der Erkrankung geschehen kann.

Das Virus verursacht dann die für die Tollwut typischen Erscheinungen. Bei Katze treten die ersten Anzeichen der Krankheit im Allgemeinen 14 bis 30 Tage nach der Ansteckung auf. Es zeigen sich

  • Verhaltensstörungen
  • Unruhe
  • Scheu
  • Schreckhaftigkeit
  • klägliches Miauen
  • Speichelfluss 

Es kann zu Angriffen selbst auf vertraute Personen mit Beiss- und Kratzwut kommen. Manchmal fehlt der Angriffstrieb, was dem Krankheitsbild der „stillen Wut“ entspricht. Häufiger tritt jedoch die so genannte „rasende Wut “ auf, die man so bezeichnet, wenn eine erhöhte Erregbarkeit die anderen Symptome überragt.

Der Tod tritt unter zunehmender Lähmung meist nach wenigen Tagen ein. Oft sind die Krankheitserscheinungen verwirrend und erst später fällt der Verdacht auf Tollwut. .

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Ist die Tollwut wirklich so gefährlich?

Leider ja, weil für diese tödliche Viruskrankheit eine große Zahl von Tierarten, aber auch der Mensch empfänglich ist. Eine Therapiemöglichkeit besteht nicht.

Aber glücklicherweise kann man vorbeugend etwas tun!

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Muss ich meine Katze gegen Tollwut impfen lassen?
Was ist bei Reisen mit Heimtieren zu beachten?


Schutz bietet die vorbeugende Impfung. Die Infektionskette der Tollwut wird durch die Schutzimpfung der Haustiere unterbrochen. Sie dient mittelbar daher auch dem Schutz des Menschen!

Jede Freiläufer-Katze sollte gegen Tollwut geimpft werden.
Wegen der Gefährlichkeit der Tollwut hat der Gesetzgeber besondere Maßnahmen angeordnet: An Tollwut erkrankte Tiere müssen getötet werden. Für Katze gilt dies bereits, wenn sie mit wutkranken oder seuchenverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind.

Wenn die Katze nachweislich schutzgeimpft ist, besteht für sie keine Tötungspflicht.
Im Sinne der Tollwutverordnung ist ein wirksamer Impfschutz 21 Tage nach einer Erstimmunisierung ausgebildet, wenn die Tiere zum Zeitpunkt der Impfung mindestens 3 Monate alt war.
Um einen andauernden, ununterbrochenen Impfschutz zu erreichen, müssen deshalb regelmäßig Wiederholungsimpfungen erfolgen.
Bitte fragen Sie Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt.
Im Impfpass Ihrer Katze erkennen Sie diese Impfkomponente am T auf dem Aufkleber im entsprechenden Impfstofffeld.

Und noch ein wichtiger Hinweis:

Die Tollwut ist nahezu weltweit verbreitet. Sie kommt nicht nur in den meisten Ländern Europas vor, sondern auch in anderen Kontinenten. Hauptüberträger sind

  • in Nordamerika: Füchse, Stinktiere und Waschbären
  • in Asien: Füchse und Wölfe
  • in Afrika: Schakale und Schleichkatzen

In Mittel- und Südamerika ist die Fledermaustollwut von großer Bedeutung. Bislang wurden in Europa jedoch nur Einzelfälle bei Fledermäusen nachgewiesen.

Eine gültige Tollwutimpfung ist auch Voraussetzung für die Mitnahme von Katzen ins Ausland. Für die einzelnen Länder gelten Einreisebestimmungen (in der EU weitgehend einheitlich), über die Sie sich vor einer geplanten Reise rechtzeitig informieren sollten. Einige Länder fordern den Nachweis des Tollwutimpfschutzes anhand einer Blutprobe mit mehrmonatigen Vorlaufzeiten.

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Was passiert, wenn ich mit einem tollwutverdächtigen Tier in Kontakt gekommen bin?
Besteht eine Anzeigepflicht?


Eine Schutzbehandlung, d. h. Impfung im Falle des Ansteckungsverdachtes, wird nur beim Menschen vorgenommen und ist auch schon bei Infektionsverdacht dringend angezeigt. In einem solchen Fall - z. B. bei Kontakt mit seuchenverdächtigen oder an Tollwut erkrankten Tieren, bei Verletzungen, die durch Tiere verursacht wurden (Biss- und Kratzwunden) - sollten Sie sofort Ihren Hausarzt bzw. das Gesundheitsamt aufsuchen und den Vorfall dem nächstgelegenen Veterinäramt anzeigen, damit Ihnen rasch Rat und Hilfe zuteil werden.

Im Übrigen können auch Menschen vorbeugend gegen Tollwut geimpft werden.

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