|
zurück
Die Katzenseuche, auch Panleukopenie genannt, ist eine hoch ansteckende und weit verbreitete Viruskrankheit.
Katzen aller Altersstufen, auch Nicht-Freigänger, können erkranken, vorwiegend jedoch Jungkatzen.
Das Panleukopenievirus (FPV) wird von infizierten, erkrankten, aber auch von genesenen Tieren mit allen Ausscheidungen (Kot, Harn, Speichel, Nasenausfluss) verbreitet.
Es ist dem Caninen Parvovirus (CPV) sehr ähnlich.
Man sollte bedenken, dass eine Ansteckung sowohl von Hund auf Katze als auch von Katze auf Hund möglich ist. Auch gesund erscheinende Tiere können Virusausscheider sein. Zum Krankheitsbild gehören Erbrechen und Durchfall.
Schutzimpfungen sind verantwortlich dafür, dass die Panleukopenie in Deutschland gut kontrolliert ist. In Zuchten, in denen nicht regelmäßig geimpft wird, kommen Parvovirusinfektionen jedoch relativ häufig vor.
zurück zum Seitenanfang
Wie wird die Katzenseuche übertragen? Wie äußert sich eine Infektion?
Durch seine große Widerstandsfähigkeit kann der Krankheitserreger in der Umwelt viele Monate ansteckungsfähig bleiben und stellt somit eine ständige Bedrohung für alle ungeimpften Tiere dar. Die Ansteckung erfolgt meist durch direkten Kontakt. Sie findet aber auch indirekt über Schuhwerk, Kleidung und Gegenstände statt. Deshalb sind ungeimpfte Tiere, die nur in der Wohnung gehalten werden, gleichfalls gefährdet.
Nach einer Inkubationszeit von 4 bis 12 Tagen – das ist die Zeit zwischen Ansteckung und ersten Krankheitserscheinungen – verweigern die Tiere das Futter, zeigen Mattigkeit und Erbrechen. Daneben tritt hohes Fieber auf und die Tiere haben starken Durst. Später stellt sich auch starker, zuweilen blutiger Durchfall ein, der zu rascher Austrocknung durch starken Flüssigkeitsverlust führt.
zurück zum Seitenanfang
Wie kann meiner Katze geholfen werden?
Während des Krankheitsverlaufs kommt es durch rapiden und starken Abfall der Zahl der weißen Blutkörperchen zu einer Verminderung der Abwehrfunktion des Organismus. Dieses natürlichen Schutzapparates beraubt, können sich auch andere Erreger im Körper ungehindert vermehren und Anlass für weitere Komplikationen sein.
Eine erfolgreiche Behandlung ist im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kaum mehr möglich. Sie ist allgemein recht schwierig und zielt darauf ab, die Entkräftung aufzuhalten, den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen und die Störungen im Magen-Darm-Trakt zu bekämpfen. Antibiotika werden eingesetzt, um bakterielle Sekundärinfektionen zu bekämpfen.
Der einzige sichere Schutz vor Erkrankung kann deshalb nur die vorbeugende, regelmäßige Schutzimpfung sein.
Vor allem vor Reisen in Länder mit höherem Katzenseuchevorkommen sollte eine rechtzeitige Wiederholungsimpfung vorgenommen werden. Zuchtkatzen sollten einen hohen Antikörperspiegel aufweisen, um dem Nachwuchs eine ausreichende hohe Menge an diesen Schutzstoffen beim Start ins Leben mitgeben zu können.
Gegebenenfalls kann man mittels Testsystemen vor der Belegung feststellen, ob eine Wiederholungsimpfung notwendig ist.
zurück zum Seitenanfang
|