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Gelenkgesundheit

Zur Verfügung gestellt von www.tiergesundheit-aktuell.de

Viele Hunde, vor allem ältere, leiden unter der Osteoarthritis, einem forts chreitenden, degenerativen Prozess. Hier können Sie sich informieren:

Was versteht man unter der Osteoarthritis?

Osteoarthritis (auch Osteoarthrose genannt) ist eine chronische, fortschreitende Gelenkerkrankung, die sowohl weiche als auch knöcherne Anteile des Gelenks betrifft. Sie verursacht Schmerzen und eine eingeschränkte Beweglichkeit des/der betroffenen Gelenks(e). Jedes Gelenk Ihres Hundes kann betroffen sein, bevorzugt sind jedoch Ellbogen, Schulter, Hüfte, Knie und Wirbelsäule.

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Ein an Osteoarthritis erkrankter Hund kann abhängig vom Schweregrad der Erkrankung eines oder mehrere der unten aufgelisteten Symptome zeigen:

Schweregrad Symptome
Leichte, frühe Osteoarthritis Steifer Gang, verminderte Aktivität, Lahmheit
Mittelgradige Osteoarthritis Lahmheit, Schmerz, Muskelschwund, steifer Gang, Schwierigkeiten beim Aufstehen
Schwere, späte Osteoarthritis Lahmheit, Bewegungsunlust, Muskelschwund, Jaulen, Schmerz, Schwierigkeiten beim Aufstehen, Knacken der Gelenke während der Bewegung, allgemeine Abgeschlagenheit

Kann meinem Hund bei Osteoarthritis geholfen werden?

Jetzt gibt es neue Behandlungsmöglichkeiten, die eine besonders rasche Schmerzstillung und eine kontinuierliche Verbesserung der Beweglichkeit Ihres Hundes ermöglichen. Damit gelingt es, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und Ihrem Hund die Lebensqualität zurückzugeben. Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt wird Ihnen das optimale Behandlungsschema empfehlen.

Auch Sie als Hundebesitzer können unterstützend zur medikamentösen Therapie helfen und dadurch entscheidend zur Steigerung des Wohlbefindens Ihres vierbeinigen Freundes beitragen! Hier ein paar Tipps dazu:
Achten Sie auf das Gewicht Ihres Hundes!

Es ist zwar noch nicht geklärt, ob Fettleibigkeit eine direkte Ursache für Osteoarthritis sein kann, unbestritten trägt sie jedoch dazu bei. Gelenkprobleme verstärken sich umso mehr, je stärker das Übergewicht ist. Ein Gelenk, das nicht mehr richtig funktioniert, wird durch zu hohes Gewicht zusätzlich belastet, weitere Schmerzen und Gelenkverschleiß sind die Folge.

Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Hund sein Idealgewicht behält. Die richtige Ernährung des Junghundes kann helfen, Erkrankungen des Bewegungsapparates vorzubeugen und das Risiko einer Osteoarthritis zu verringern. Junghunde sollten nicht überfüttert und mit Calcium und Eiweiß überversorgt werden. Kleinere Portionen eines fettarmen Futters und Verzicht auf „Extras” erleichtern es, die Nahrungsaufnahme zu überwachen und einer zu starken Gewichtszunahme vorzubeugen.

Mäßige, kontrollierte körperliche Bewegung ist zusätzlich nützlich. Sie wirkt dem Fettansatz und dem Muskelschwund entgegen und verbessert die Beweglichkeit (Kraft und Aktionsradius). Ohne regelmäßige Bewegung versteifen die Gelenke und der Hund wird zunehmend träger.
Der kranke Hund braucht also täglich Auslauf an der Leine, eventuell auch intensivere Bewegung. Dabei gilt: Nicht überbelasten!
Häufige, kürzere Spaziergänge sind besser als wenige, energiegeladene Aktionen.

Sie können eine physiotherapeutische Maßnahme, die Wassertherapie, ausprobieren. Diese wird als unterstützende Maßnahme zur Behandlung des osteoarthritischen Hundes immer beliebter. Es gibt hierfür spezielle Trainingsbecken, die ein sicheres, kontrolliertes Schwimmen ermöglichen.
Schwimmen hilft generell, Muskelmasse aufzubauen, die die Gelenke unterstützt. Es ist eine wenig belastende Übung, die den Gelenkschmerz nicht verschlimmert.
Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Tierarzt.

Was kann passieren, wenn ich meinen gelenkkranken Hund nicht mit einem geeigneten Arzneimittel therapieren lasse?

Unbehandelte Schmerzen erhöhen die Schmerzempfindlichkeit und ziehen Störungen seitens des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes und der Nieren nach sich. Auch Gewichtsverluste, Aggressivität und Selbstverletzung sind mögliche Folgen andauernder Schmerzen.

Die medikamentöse Behandlung der Osteoarthritis zielt darauf ab, Schmerzen zu verringern und die Beweglichkeit des Hundes bestmöglich wieder herzustellen, um seine Lebensqualität zu verbessern. Wie beim Menschen ist es heute allgemein üblich, so genannte nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) einzusetzen, um dies zu erreichen. Sie verringern die Bildung von körpereigenen Stoffen, die an der Entstehung von Schmerz und Entzündung beteiligt sind. Es ist wichtig, mit der Arzneimitteltherapie frühzeitig zu beginnen, um stärkeren Schmerzzuständen vorzubeugen und ein Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.

Kann ich entzündungshemmende Medikamente absetzen, sobald eine leichte Besserung der Beweglichkeit sichtbar wird?

Die Langzeittherapie hat Vorteile gegenüber der so genannten zyklischen Behandlung (d.h. Behandlungen mit Unterbrechungen zwischen den Krankheitsschüben). Da es sich bei der Osteoarthritis um einen fortschreitenden, degenerativen Prozess handelt, hilft die Dauertherapie, Rückfällen vorzubeugen.

Für eine neue Wirkstoffklasse wurde gezeigt, dass durch Langzeitanwendung eine kontinuierliche Verbesserung erzielt wird. Stellen Sie daher sicher, dass das von Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt vorgegebene Behandlungsschema eingehalten wird.

 

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